VIKING LINE und UMWELT

Nicht nur Sicherheit steht bei der Viking Line an oberster Stelle. Wir stellen uns auch unserer Verantwortung für unsere Umwelt. Durch Einsatz der besten verfügbaren Technologie und durch Beachtung des Prinzips des nachhaltigen Wachstums leistet die Viking Line ihren Beitrag zu einer saubereren Umwelt. Die Einhaltung bestehender Vorschriften und die Vermeidung von Umweltschäden sind fester Bestandteil unserer Bemühungen um den Umweltschutz. Unser Ziel, einen Beitrag zu einer saubereren Umwelt zu leisten, zeigt sich überall im täglichen Betrieb. In den letzten Jahren hat die Viking Line aktiv darauf hingearbeitet, ihre Bemühungen um den Umweltschutz so anzupassen, dass sie den vom Umweltmanagementsystem ISO 14001 für unsere Tätigkeit festgelegten Standards entsprechen. Heute sind die Firmenzentrale der Viking Line und alle unsere Schiffe nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert. Voraussetzung für die Zertifizierung ist, dass wir die geltenden Vorschriften und Normen einhalten und zusätzlich unsere Arbeit für die Umwelt kontinuierlich verbessern.


Stetige Arbeit für den Umweltschutz

Durch interne und externe Forschung im Bereich Umweltschutz, Verträglichkeitsprüfungen und Systeme zur Berichterstattung haben wir Umweltschutzverfahren entwickelt, die weit über die Vorschriften, Bestimmungen und Gesetze hinausgehen, die für den Personenfährverkehr auf der Ostsee gelten. In unserer gesamten Tätigkeit folgen wir dem Prinzip vorsichtigen und freiwillig präventiven Handelns, um negative Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie irgend möglich zu halten. Unser Ziel dabei ist, dass Sie, unsere Kunden, bei der Auswahl des Transportmittels für Ihre Reise sicher sein können, dass die Viking Line eine aus Umweltsicht vernünftige Alternative darstellt.

Grundsätze unseres Handelns für die Umwelt

Die Viking Line strebt danach, auf umweltbewusste Weise Dienstleistungen für den Personenverkehr auf See anzubieten. Durch Vermeidung von Umweltverschmutzung, Ausbilden unserer Mitarbeiter in Umweltschutzfragen und Einbeziehen unserer Kunden in unsere Bemühungen um den Umweltschutz wollen wir immer besser werden und die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Umwelt verringern. Wir führen unseren Betrieb unter Einhaltung aller aktuell gültigen Umweltschutzvorschriften und führen ständig zusätzliche präventive Umweltschutzmaßnahmen durch, damit wir auch zukünftige Bestimmungen erfüllen können. Unsere Umweltschutzbemühungen werden heute nicht nur durch Gesetze und Vorschriften bestimmt, sondern auch immer mehr von all den Menschen vorangebracht, die Teil unserer Aktivitäten sind. Im Jahr 1993 wurden die Schiffe der Viking Line und das Unternehmen selbst nach dem "International Safety Management Code" (ISMC) zertifiziert. Dazu gehören auch schriftliche Unterlagen, die sicherstellen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen ihre vereinbarten Funktionen für Sicherheit und Umweltschutz erfüllen. Eine Zertifizierung nach dem ISMC setzt voraus, dass wir die Verantwortung für die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Umwelt übernehmen und die geltenden Gesetze, Vorschriften und Bestimmungen einhalten. Im Kern unserer Umweltschutzarbeit steht der umweltbewusste Umgang mit den Abfallprodukten, die durch unsere Tätigkeit entstehen. Das Ziel der Viking Line besteht dabei darin, unsere Umweltschutzarbeit zum festen Bestandteil des Unternehmens und zu einem selbstverständlichen Teil unserer täglichen Aufgaben werden zu lassen. Ein weiteres Ziel ist die Vermeidung von Umweltverschmutzung, um so die Belastung der Ostsee durch unsere Tätigkeit zu verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, reduzieren wir nicht nur das Einleiten von Stoffen ins Meer und die Abgabe von Stoffen in die Luft, sondern optimieren auch unsere Verwendung von Rohstoffen. Außerdem setzen wir verstärkt auf Recycling und Wiederverwendung, um die Abfallmenge zu verringern. Wir bemühen uns, die Umweltbelastung durch unsere Schiffe so gering wie möglich zu halten, indem wir alles Abwasser von unseren Schiffen an Land pumpen. Wenn die Viking Line den Bau neuer Schiffe plant, sind Umweltschutz, Fahrrinnen und Hafenanlagen die entscheidenden Faktoren für die Größe und die Rumpfform der Schiffe. Dies ist auch der Grund, warum wir nicht die größten Schiffe der Ostsee bauen. Auf diese Weise will die Viking Line zeigen, dass sie es ernst meint mit ihren Bemühungen um den Schutz der Inselwelten und anderen Meeresregionen, durch die unsere Schiffe fahren.

Saubereres Wasser

Auf unseren Schiffen entstehen zwei Hauptarten von Abwasser: "Grauwasser" aus Duschen und Waschbecken und "Schwarzwasser" aus Toiletten. Um die bestmögliche Abwasserbehandlung zu erreichen, wird keine Klärung des Abwassers an Bord unserer Schiffe mehr durchgeführt. Alles Abwasser, Grau- wie Schwarzwasser, wird stattdessen an Land gepumpt und der kommunalen Abwasserentsorgung zugeführt. Das bedeutet, dass durch unsere Tätigkeit kein Phosphor und "sieben Tage biologischer Sauerstoffbedarf" (BSB7) mehr für die Ostsee entsteht.

Weniger Luftverschmutzung

Für die Verringerung der Luftverschmutzung spielen die Energieeffizienz eines Schiffes und seiner Maschinen sowie die Qualität des verwendeten Treibstoffs eine sehr große Rolle. Unsere Schiffe verwenden ausschließlich schwefelarmen Treibstoff, um den Ausstoß von Luft verschmutzenden Schwefelverbindungen (SOx) zu reduzieren. Die Maschinen werden außerdem so eingestellt, dass die Menge der ausgestoßenen Stickstoffverbindungen (NOx) so gering wie möglich ist. Unterwegs verwenden unsere Schiffe in allen Häfen, in denen es möglich ist, vom Festland gelieferten Strom, solange sie im Hafen liegen. Die Viking Line war an der Entwicklung einer vollkommen neuen Abgasreinigungstechnologie für große Schiffsmotoren mit dem Namen "Humid Air Motor" (Feuchtluftmotor), abgekürzt HAM, beteiligt. Die MS Mariella der Viking Line ist das erste Passagierschiff der Welt, auf dem die HAM-Technologie bei allen Hauptmaschinen installiert ist. Mit Hilfe des HAM-Verfahrens wurden die NOx-Emissionen um ca. 80-85% verringert. Wenn unser Schiff "Viking Cinderella" den Betrieb auf der Strecke Stockholm – Mariehamn aufnimmt, sind alle seine Maschinen mit Katalysatoren zur Abgasreinigung ausgestattet, die den Gehalt der Abgase an Stickoxiden (NOx) um 97% auf 0,4 g/kWh verringern. Die Viking Cinderella verwendet außerdem schwefelarmen Treibstoff, um den Ausstoß von Schwefelverbindungen (SOx) zu reduzieren. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltfreundlichkeit des Schiffs werden auf 19 Millionen SEK (ca. 2 Millionen Euro) geschätzt. Die Viking Cinderella kann vom Land gelieferten Strom verwenden, solange sie in Stockholm liegt. Katalysatoren zur Abgasreinigung wurden außerdem auf der MS Gabriella installiert.

Entsorgung von festen Abfällen

Die für den Umgang mit festen Abfällen auf den Schiffen der Viking Line entwickelten Systeme zielen vor allem darauf ab, die Entstehung von Abfall zu vermeiden. Unser Plan zum Umgang mit festem Abfall legt folgende Ziele fest: • Wiederverwendung von Materialien • Recycling der im Abfall enthaltenen Energie • in Zukunft: Recycling des Nährwerts von Abfällen. Zurzeit werden feste Abfälle auf unseren Schiffen nach den folgenden Kategorien getrennt: • gemischte Abfälle (für teilweises Recycling der enthaltenen Energie) • Recycling-Abfälle (Pappe, Papier, Glas, Metall, Speiseöl, Elektronik) • Problemabfälle Alle Abfälle werden unter Beachtung der geltenden Vorschriften zu einer zertifizierten Sammelstelle an Land transportiert. Alle Ölabfälle werden zum Recycling an Land gebracht. Das Öl kann als zusätzlicher Brennstoff bei der Zementproduktion verwendet werden.

Chemikalien

Schiffseigentümer haben traditionell vor allem zinnbasierte Lacke für die Unterseite ihrer Schiffe verwendet, um Anwuchs zu verhindern. Um die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern, verwendet die Viking Line diese Lacke nicht mehr. Stattdessen werden jetzt die Schiffsrümpfe einige Male pro Jahr mechanisch gebürstet. Das für die Ozonschicht schädliche Gas Halon, das früher in Feuerlöschsystemen an Bord der Schiffe der Viking Line verwendet wurde, wurde durch weniger schädliche Stoffe wie z.B. heißen Schaum ersetzt. Die Kühlmittel, besonders FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoff), in unseren Klimaanlagen und Kälteaggregaten an Bord wurden nach dem Substitutionsprinzip ersetzt, um ihre schädlichen Auswirkungen auf die Ozonschicht in der Stratosphäre und ihren Beitrag zum globalen Treibhauseffekt zu verringern. Wann immer neue und umweltfreundlichere Alternativen entwickelt werden, werden unsere Kühlmittel Schritt für Schritt durch diese Alternativen ersetzt. Im Jahr 1999 führte die Viking Line eine allgemeine Prüfung der Verwendung von Zusatzstoffen und Reinigungsmitteln durch. Vorher verwendete die Viking Line 63 unterschiedliche Substanzen - heute werden nur noch einige wenige verwendet, die ebenfalls nach dem Substitutionsprinzip ausgesucht werden.

Wellenbildung

Um die Auswirkungen der von unseren Schiffen verursachten Wellen auf erosionsgefährdete Küsten zu verringern, wurde das Unterwasserschiff der jüngsten Generation von Personenfähren hydrodynamisch optimiert; dadurch gelang es, die Größe der Oberflächenwellen deutlich zu reduzieren. Begrenzungen der Geschwindigkeit und die Auswahl geeigneter Fahrrinnen helfen zusätzlich, empfindliche Inselwelten zu schützen.


Umweltschutzberichte

Um die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Umwelt zu messen und Ressourcen und Technologien richtig einzusetzen, legt die Viking Line großen Wert darauf, mit Hilfe eines Berichtsystems jederzeit über die Umweltschutzsituation im Unternehmen auf dem Laufenden zu sein. Das System erfasst Energieverbrauch, Süßwasserverbrauch, Verwendung chemischer Produkte, Abgasemissionen, Abwasser, Altöl, Bilgewasser, getrennte und nicht getrennte Abfälle und Problemabfälle.

Struktur der Umweltschutzarbeit

Die Arbeit der Viking Line für den Umweltschutz geschieht auf der Basis der bestehenden Unternehmensorganisation und wird so umgesetzt, dass jeder Mitarbeiter für die mit seiner Tätigkeit in Zusammenhang stehenden Umweltaufgaben verantwortlich ist. Unser Ziel ist, Arbeit für den Umweltschutz zu einem selbstverständlichen Teil unserer täglichen Arbeit werden zu lassen. Unsere Umweltschutzarbeit basiert auf der Zusammenarbeit zwischen den Umweltteams jedes Schiffs und der Firmenzentrale und verschiedenen anderen Beteiligten, um einen wirklich gesamtheitlichen Ansatz bei unseren Umweltschutzbemühungen zu verfolgen. Im Jahr 2000 erhielt die Viking Line zwei unterschiedliche Preise für ihre Umweltschutzarbeit. Das umweltfreundliche Humid-Air-Motor-Verfahren (HAM) wurde im internationalen Wettbewerb "Seatrade Awards 2000" mit dem Hauptpreis in der Kategorie "Kampf gegen die Verschmutzung der Meere" ausgezeichnet. Außerdem wurde der Viking Line der Umweltpreis der "Foundation for the Baltic Sea" verliehen, der sich in diesem Jahr auf das Umweltengagement von Reedereien für den Personenverkehr konzentrierte.

2002 wurden die Bemühungen der Viking Line für den Umweltschutz mit dem Umweltpreis des "Maritime Forum 2002" belohnt. Grund für diese Auszeichnung war die Rolle des Unternehmens bei der Reduktion der Stickoxidemissionen seiner Schiffe mit Hilfe des Humid-Air-Motor-Verfahrens (HAM).

Am 2. Dezember erhielt die Viking Line zusammen mit einer zweiten Reederei den "Environmental Buoy Award" des Hafens von Stockholm für das Jahr 2002. Das Unternehmen erhielt den Preis für die vielen Jahre, "in denen es aktive und zielorientierte Umweltprogramme umsetzte". Als weitere Gründe wurden der Wechsel zu schwefelarmem Treibstoff in den frühen neunziger Jahren sowie das HAM-Verfahren genannt, die zu einer drastischen Verringerung der Schwefel- und Stickoxidemissionen führten. Der Preis belohnte außerdem die Einrichtung von Mülltrennungssystemen am Entstehungsort des Mülls sowie die Installation geschlossener Abwassersysteme, bei denen das Abwasser im Hafen zu kommunalen Kläranlagen an Land gepumpt wird.